Der Vertrag von Eger.

 

Der Kampf der Wettiner um die Macht im Gebiet der Sächsischen Schweiz fand nach Kauf der Burg Rathen, der Übernahme der Festung Königstein, dem Tausch Hohnstein gegen Mühlberg, dem Tausch der Herrschaft Wildenstein gegen Besitzungen in Nordböhmen mit dem Vertrag von Eger seinen Abschluss. Mit der Vereinbarung wurden die Lehnsverhältnisse in der jeweiligen Region beendet, dass heißt die böhmische Krone hatte keinen Anspruch mehr auf Gebiete in der Sächsischen Schweiz .

Zur Sicherung der Festlegungen wurden zwei Hochzeiten mit den Kinder des böhmischen König vereinbart. 

Diese führten zu einen großen Fest, wofür ein immenser Aufwand getrieben wurde.

Mit 3000 Pferden zum Beispiel soll allein Herzog und Landgraf Wilhelm III von Thüringen aus in Eger eingezogen sein, die alle mindestens sieben Tage lang versorgt werden mussten. Mehr als 90 Tonnen Hafer wurden für die Rösser herangeschafft. Für die Gäste hingegen unter anderem 80 Ochsen, 300 Schafe, 30 Schweine, 600 Hähnchen, 1800 Hühner, 42000 Eier und 335000 Salzheringe in 400 Fässern; von den Hektolitern Bier und Wein mal ganz abgesehen.

(Morgenroth: Fürstenhochzeit mit Hafer und Heringen; SZ 2011

Bei Palacky 1857: Geschichte von Böhmen (1439-1457) finden wir die entscheidenden Festlegungen, die ich hier einfügen möchte, da diese Vereinbarung vor 551 Jahren uns endgültig zu Sachsen gemacht hat. Die Felsburgen hatten damit ihre wichtigen Aufgaben verloren und waren praktisch als Burgen verschwunden.